Ehrenhain II auf dem Friedhof am Perlacher Forst, München

Die Geschichte des Widerstands gegen den Nationalismus ist geprägt von Selbstbehauptung, Verweigerung und Aufopferung, von der Existenz von Handlungsmöglichkeiten, die nur von einer Minderheit der Deutschen ergriffen wurden, und einer oftmals erst spät erfolgten Anerkennung in der Nachkriegszeit. In den durch die Wehrmacht besetzten europäischen Ländern war die aktive Gegnerschaft gegenüber der nationalsozialistischen Ideologie mehr noch ein Kampf für das nationale, kulturelle und individuelle Überleben und wurde besonders erbittert von der NS-Justiz verfolgt.

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Auf dem Ehrenhain II sind 93 Männer aus der Tschechoslowakei, Polen, Österreich und dem Deutschen Reich beigesetzt. Sie alle wurden von der NS-Justiz aus unterschiedlichsten politischen und rassistischen Gründen zum Tode verurteilt und im Gefängnis München-Stadelheim zwischen 1942 und 1945 hingerichtet.

Im folgenden finden Sie die vollständige Gräberliste sowie biographische Informationen zu den hier bestatteten NS-Opfern. Die Grundlage hierfür bildet die umfangreiche Arbeit von Irene Stuiber, die im Auftrag der Landeshauptstadt München den Ehrenhain II und die Geschichten der hier bestatteten NS-Opfer 2004 erforscht hat.

Sollten Sie Angehörige eines im Ehrenhain II bestatteten NS-Opfers sein oder weiterführende Informationen besitzen, sind wir über Ihre Kontaktaufnahme dankbar unter aW5mb0BzdGJnLmJheWVybi5kZQ==


 

Plan der Grabanlage

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Plan der Gräber am Ehrenhain II, Friedhof Perlacher Forst, München.
Quelle: Stiftung Bayerischer Gedenkstätten, Bestand Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung.
Hinweis: Durch Klicken auf den Plan wird dieser vergrößert.

Namensliste der Opfer

Durch Klicken auf einen Namen gelangen Sie zu weiteren biografischen Angaben. Die Opfer sind nach Nachnamen alphabetisch sortiert.

Jiří Arnošt

Zygmund Bak (Back)

František Bauer  (Franz Bauer)

Oldřich Berdych

Josef Bollwein

Josef Brůna

Josef Brzek

Josef Cába

Bohumír Cejnar

Miroslav Čermák

Jindřich Černý

František Červený

Josef Cimburek

Filomén Daníček

Václav Danihelka

Josef Deserta

Václav Dobiáš

Jan Doležal

Antonín Domáň

Jan Drobný

Karl Dürr

Josef Džus

Václav Eller

František Famfulík

Leopold Flajšer

Josef Flégr

Josef Miroslav Fleißner

Stanislaus Franta

František Fuxa

Václav Hanek 

Stanislav Hanyš

Hans Hartwimmer

Jan Hebda

Wilhelm Hebra

Max Heindl

Bedřich Hetfleiš

Karel Hladeček

Václav Hončl

Josef Horáček

Josef Hojný

Johann Illner

Václav Jára

Josef Jaro

Emil Jelínek

Ladislav Kirbis

Karel Knop

Josef Kolář

František Korda

 

 

Wilhelm Lai

Ferdinand Lang

Karel Lavička

Hans Leipelt

Karel Lid

Jaroslav Matějovský

Josef Medek

Josef Melichar

Václav Náprstek

Vlastibor Nedbal

Bohuslav Nykl

Johann Palme

Václav Pavel

Henrik Pecak

Alois Pertlíček

Stanislav Polena

Erich Porsch

Gerhard Possner

Josef Prchal

Rudolf Procházka

Karl Punzer

Josef Ladislav Řehák

Johann Reisinger

Johann Riepl

Zdeněk Jaroslav Saba

Emanuel Šafránek

Karel Šatal

Waldemar Schildhabel

Andreas Schillack

Andreas Schillack

František Selichar

Oldřich Sepš

Josef Stříbrský 

Josef Šmíd

Josef Štochl

Friedrich Stuckmeier

Josef Sulanský 

Bohuslav Slezák 

Johann Szpahicz (Jiran Szpakierwich)

Anton Ulram

Karel Urbánek

Pavel Vančura

Arthur Vogt

Stanislav Zachař

Karel Zakouřil

Jaroslav Zmítko