Karel Zakouřil
Geboren am 1. Oktober 1906 in Liebenau (Österreich).
Zakouřil war von Beruf Metalldreher und leistete ab Sommer 1942 als Funktionär einer Betriebszelle Widerstand für die Kommunistische Partei der Tschechoslowakei (KPČ) in den Rüstungswerken Prag-Lieben. Er warb gemeinsam mit Josef Kolář neue Mitglieder, kassierte Mitgliedsbeiträge und erhielt verbotene Schriften. Darüber hinaus organisierte er für die Arbeit der KPČ einen Funksender und bot zwei Funktionären der KPČ seine Wohnung als Versteck an. Im September 1943 verhaftete die Gestapo die gesamte Widerstandsgruppe. Zakouřil wurde am 23. August 1944 durch den Volksgerichtshof wegen „Hochverrat“ zum Tode verurteilt und am 19. Dezember 1944 hingerichtet.
Seine sterblichen Überreste wurden 1954 von der Grabstätte 129 im Friedhof am Perlacher Forst in das Grab 82 des Ehrenhains II umgebettet.
Im Ehrenhain II sind sechs Männer der KPČ aus den Rüstungswerken Prag-Lieben beigesetzt.
Quelle
- Stuiber, Irene, Hingerichtet in München Stadelheim, München 2004, S. 67
- StBG, Bestand BSV, Nr. 82
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