Josef Medek
Geboren am 10. April 1925 in Kirchschlag (Österreich) als Sohn eines Tschechen und einer Deutschen.
Medek war von Beruf Techniker und hörte ab 1941 gemeinsam mit Freunden regelmäßig in seinem Elternhaus verbotene Rundfunksendungen. Mit seinem Freund Josef Cába tauschte er sich über das Gehörte aus und beschloss, selbst verbotene Nachrichten zur Unterstützung des Widerstandes zu verbreiten.
Im Frühjahr 1942 plante er hierfür den Aufbau eines geheimen Radiosenders bei dem ihm Cába und weitere Freunde helfen wollten. Zur Bewachung des Senders organisierte Medek Waffen und Munition. Nach Festnahmen im Oktober 1942 durch die Gestapo wurde Medek am 25. Juni 1943 durch den Volksgerichtshof wegen „Hochverrat“ zum Tode verurteilt und am 24. August 1943 hingerichtet.
Seine sterblichen Überreste wurden 1954 von der Grabstätte 439 im Friedhof am Perlacher Forst in das Grab 19 des Ehrenhains II umgebettet.
Quelle
- Stuiber, Irene, Hingerichtet in München Stadelheim, München 2004, S. 56ff.
- StBG, Bestand BSV, Nr. 82
- Wagner, Walter, Der Volksgerichtshof im nationalsozialistischen Staat, Stuttgart 1974, S. 626
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