Hans Hartwimmer

Geboren am 31. Juli 1902 in Braunschweig.

Hartwimmer war von Beruf Kaufmann und hatte sich als junger Mann 1923 am Hitlerputsch in München beteiligt, bevor er mit nationalrevolutionären Ideen in Kontakt kam und sich der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) anschloss. Die Gestapo verschleppte ihn 1934 nach einer gescheiterten Anklage wegen mutmaßlicher Mitarbeit beim Nachrichtendienst der illegalen KPD in das KZ Dachau. Erst im Dezember 1937 wurde er freigelassen.

Ende 1939 begann Hartwimmer gemeinsam mit Wilhelm Olschewski mit dem Aufbau der später nach ihnen benannten kommunistischen Widerstandsgruppe in München. Die Gruppe verbreitete verbotene Schriften und entwickelte Pläne für Widerstands- und Sabotageakte. Sie gehörte zudem einer überregionalen Gruppe unter Josef „Beppo“ Römer und Robert Uhrig an.
Im Februar 1942 gelang es der Gestapo das reichsweite Widerstandsnetzwerk aufzudecken. Hartwimmer wurde am 19. April 1944 durch den Volksgerichtshof wegen „Hochverrat“ zum Tode verurteilt und am 31. Oktober 1944 hingerichtet.

Seine sterblichen Überreste wurden 1954 von der Grabstätte 91 im Friedhof am Perlacher Forst in das Grab 65 des Ehrenhains II umgebettet.

Mit Johann Reisinger ist ein weiteres Mitglied der Hartwimmer-Olschewski-Gruppe im Ehrenhain II bestattet.

 

Quelle

  • 7(6) J 115/43 – 2H 16/44 Widerstand als „Hochverrat“ 1933-1945, MF. 483 f.
  • Stuiber, Irene, Hingerichtet in München Stadelheim, München 2004, S. 38ff
  • StBG, Bestand BSV, Nr. 82

  

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