Johann Riepl
Geboren am 16. August 1900 in Mittertrixen (Österreich).
Riepl war von Beruf Dreher und arbeitete im Rüstungsbetrieb der Steyr-Werke. Er schloss sich an seinem Arbeitsplatz der Betriebsorganisation der verbotenen Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) an und leistete durch das Anwerben von neuen Mitgliedern, Zahlen und Kassieren von Mitgliedbeiträgen sowie durch das Erhalten und Weitergeben von illegaler Literatur Widerstand. Innerhalb der Steyr-Werke sollte die Rüstungsindustrie durch Arbeitsverweigerung sabotiert werden.
Die Widerstandsgruppe umfasste etwa 35 Personen und wurde 1942 durch die Gestapo verhaftet. Riepl wurde am 24. Mai 1944 durch den Volksgerichtshof wegen „Hochverrat“ zum Tode verurteilt und am 5. Dezember 1944 hingerichtet.
Seine sterblichen Überreste wurden 1954 von der Grabstätte 115 im Friedhof am Perlacher Forst in das Grab 70 des Ehrenhains II umgebettet.
Im Ehrenhain II sind vier Männer dieser Gruppe beigesetzt.
Quelle
- Stuiber, Irene, Hingerichtet in München Stadelheim, München 2004, S. 53f.
- StBG, Bestand BSV, Nr. 82
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