Wilhelm Hebra
Geboren am 11. Oktober 1885 in Wien (Österreich).
Hebra studierte Rechts- und Staatswissenschaften und war von Beruf Schriftsteller. 1936 schloss er sich dem monarchistischen „Reichsbund der Österreicher“ an. Mit dem von ihm abgelehnten „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich begann er 1938 mit dem Aufbau der monarchistischen Widerstandsgruppe „Ostfrei“, deren Ziel die Wiederherstellung der Habsburger Monarchie war. Er produzierte illegale Schriften, plante Sabotageakte und baute Kontakte zum Ausland auf.
Im März 1939 nahm die Gestapo Hebra und etwa 20 weitere Mitglieder der Widerstandsgruppe fest. Am 16. November 1943 wurde Hebra durch den Volksgerichtshof wegen „Hochverrat“ zum Tode verurteilt und am 27. Oktober 1944 hingerichtet.
Seine sterblichen Überreste wurden 1954 von der Grabstätte 90 im Friedhof am Perlacher Forst in das Grab 64 des Ehrenhains II umgebettet.
Quelle
- 8J 285/39g – 5H 108/43 Widerstand als „Hochverrat“ 1933-1945, MF 401 f.
- Stuiber, Irene, Hingerichtet in München Stadelheim, München 2004, S. 51f
- StBG, Bestand BSV, Nr. 82
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