Der Stiftungsdirektor im Portrait

Porträtfoto eines älteren Mannes mit grauen Haaren, der einen dunkelblauen Anzug, rosa Hemd und dunkelblaue Krawatte mit weißen Punkten trägt. Hintergrund unscharf

Karl Freller, von Beruf Religionslehrer, gehört seit 1982 dem Bayerischen Landtag an. Er war von 1998 bis 2007 Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus; von 2007 bis 2018 stellvertretender Vorsitzender der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag und von 2018 bis 2023 erster Landtagsvizepräsident.

Zu den emotionalen Höhepunkten seines Wirkens als Stiftungsdirektor zählen sicherlich die zahlreichen Zusammentreffen mit Überlebenden und Zeitzeug/innen. So führte ihn seine Antrittsreise gleich nach Israel, wo er Yad Vashem besuchte und sich mit Zeitzeug/innen und deren Familienangehörigen traf.

Zwei Personen stehen vor einer ewigen Flamme in der Gedenkstätte Yad Vashem (Israel) mit Steinmauer im Hintergrund. Szene vermittelt feierlichen Moment des Gedenkens und Respekts.

Karl Freller und Landtagspräsidentin Barbara Stamm in Yad Vashem 2014 Foto: Anton Preis

Drei ältere Männer stehen lächelnd auf einer Dachterrasse mit Blick auf eine Stadtlandschaft und blauen Himmel.  Die Holocaust-Überlebenden Abba Naor (links) und Solly Ganor (rechts) haben sen Stiftungsdirektor in ihrer Mitte

Abba Naor (li.) und Sally Ganor (re.)

Drei Männer in Anzügen tragen einen großen Kranz mit roten und weißen Blumen sowie Bändern durch eine gepflasterte Straße vor Backsteingebäuden. Die Szene wirkt feierlich.

Besuch der Gedenkstätte Auschwitz 2009

Weitere Meilensteine waren der Besuch mit Kranzniederlegung der KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau in Polen sowie der Besuch der Gedenkstätte Oradour in Frankreich.

Zwei Personen, ein Mann und eine Frau, stehen nebeneinander im Freien vor unscharfem Hintergrund mit Gebäuden. Beide blicken ernst und tragen formelle Kleidung, der Mann mit Anzug und Krawatte, die Frau mit dunklem Blazer.

Bundeskanzlerin Dr. A. Merkel bei ihrem ersten Besuch in der KZ-Gedenkstätte Dachau Foto: KZ-Gedenkstätte Dachau

Mehrere Männer in Anzügen gehen zusammen im Freien, bei einem offiziellen und politischen Anlass (Besuch des Bundespräsidenten und israelischem Präsident). Im Hintergrund sind weitere Personen und grüne Bäume zu sehen.

Besuch des Israelischen Präsidenten Rivlin und Bundespräsident Steinmeier in Dachau 2017

Drei Männer in Anzügen stehen im Freien, zwei von ihnen unterhalten sich und einer trägt eine Maske. Szene wirkt formell und zeigt ein offizielles Treffen.

Israels Botschafter zu Besuch in der KZ-Gedenkstätte Dachau im Jahr 2020 Foto: R. Poss

Über die Jahre begleitete Freller zahlreiche Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland bei ihrem Besuch der KZ-Gedenkstätten Dachau und Flossenbürg, wie u.a. den US-Vizepräsidenten Mike Pence, den israelischen Staatspräsidenten Reuven Rivlin, die Bundespräsidenten Horst Köhler und Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, Bundesaußenminister Heiko Maas, Bundesministerin der Verteidigung Annegret Kamp-Karrenbauer, Israels Botschafter Jeremy Issacharoff uvm.

2013 unterzeichnete Karl Freller die notarielle Übernahme der Verwaltung der 75 bayerischen KZ Friedhöfe, die damit in den Belang der Stiftung übergingen.

Fotografie eines modernen, schwarzen Kubus mit geöffnetem Eingang, der als Gedenkstätte und Ausstellung dient. Beschriftungen in weiß an der Fassade geben Informationen, umgeben von Bäumen und Grünfläche.
Außenbereich mit mehreren großen, dunkelgrauen Informationstafeln, die entlang eines Kieswegs zwischen Betonwänden aufgestellt sind. Tafeln enthalten Text, Fotos und Karten, und sind Teil einer Gedenkstätte.

Mühldorfer Hart (2018) Foto: Heiner Heine, Burgkirchen

Fotografie eines Gedenkortes mit mehreren Blumenkränzen in verschiedenen Farben, die an einem gepflasterten Bereich und einem Wasserbecken arrangiert sind. Umgeben von Bäumen vermittelt die Szene eine ruhige und respektvolle Atmosphäre, die eine Gedenk- oder Trauerstätte für 3000 Opfer des Nationalsozialismus.

2016 konnte die Eröffnung des Dokumentationsortes der früheren Außenlager Hersbruck / Happurg des Konzentrationslagers Flossenbürg feierlich begangen werden, 2018 die der Dokumentationsstätte am Mühldorfer Hart, einem Außenlagerkomplex des Konzentrationslagers Dachau. 2021 wurde am Friedhof Perlacher Forst die Gedenkstätte Ehrenhain I feierlich eingeweiht.

Fotografie mit einem Redner am Rednerpult und mehreren sitzenden Abgeordneten in einem halbkreisförmigen Saal im Plenum des Bayerischen Landtags.

Erster gemeinsamer Gedenkakt im Bayerischen Landtag 2011

Vier Personen in formeller Kleidung stehen vor einer Wand mit Text zur Gedenkveranstaltung für Opfer des Nationalsozialismus am 24. Januar 2020 in Passau. Die Szene vermittelt einen offiziellen und respektvollen Anlass mit Fokus auf Erinnerung und Mahnung.

10. gemeinsamer Gedenkakt 2020 in Passau, Foto: Rolf Poss

Drei Personen stehen bei einer Gedenkstätte im Freien, jede hält oder steht neben einem großen Blumenkranz mit Schleifen. Hintergrund zeigt winterliche Bäume und Gedenktafeln, was auf eine Erinnerungsveranstaltung hinweist.

Unter Frellers Führung wird seit 2011 der Gedenkakt anlässlich des internationalen Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus (27. Januar) jedes Jahr von der Stiftung Bayerische Gedenkstätten und dem Bayerischen Landtag gemeinsam an einem historisch relevanten Ort begangen.

Drei Personen in formeller Kleidung stehen in einem hellen Raum mit Vorhängen und mehreren weiteren Personen im Hintergrund. Aufnahme zeigt eine freundliche Atmosphäre bei einer Veranstaltung.
Ein Foto zeigt einen älteren Mann in Anzug und Krawatte, der hinter einem Rednerpult mit bayerischem Wappen steht und spricht. Kontext scheint eine offizielle Rede oder Ansprache in einem formellen Rahmen zu sein.

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Stiftung Bayerische Gedenkstättenrichtete die Bayerische Staatskanzlei am 19. Juni 2023 einen Staatsempfang aus. Rund 250 Gäste waren der Einladung der Staatskanzlei gefolgt. Darunter waren Kulturstaatsministerin Claudia Roth, Staatsminister Dr. Florian Herrmann, Kulturstaatsminister und Stiftungsratsvorsitzender Prof. Dr. Piazolo sowie die Überlebenden und Zeitzeugen Pavel Hoffmann, Ernst Grube und Abba Naor.       

Ehrungen

Fotografie zeigt drei Personen bei feierlicher Übergabe einer goldfarbenen Auszeichnung in Form eines Davidsterns auf schwarzem Sockel. Zwei Männer im Anzug übergeben Trophäe, Frau mit Brille und lockigem Haar beobachtet lächelnd im Hintergrund.

2014 wurde Freller mit dem „Rabbiner Spiro Preis“ geehrt, der höchsten Auszeichnung des Landesverbands der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern. Freller ist erst der dritte Preisträger; vor ihm wurde Ministerpräsident a.D. Edmund Stoiber sowie dem evangelischen Landesbischof Johannes Friedrich der Preis verliehen.

Zwei Männer in Anzügen stehen vor einem modernen Glasgebäude, einer hält eine Medaille in einer Schachtel, der andere eine gerahmte Urkunde. Szene vermittelt Auszeichnung oder Ehrung, beide wirken erfreut und stolz.
Am 18.6. 2024 überreicht Schwabachs Oberbürgermeister Peter Reiß die "Goldene Bürgermedaille" an Karl Freller

2024 wird Karl Freller (Bild unten links) mit der Goldenen Bürgermedaille der Stadt Schwabach, die zweithöchste Auszeichnung der Stadt, gewürdigt. 

Neben zahlreichen Schirmherrschaften ist Karl Freller zudem in folgenden Gremien Mitglied:

  • 2013 - 2018 Mitglied im Politischen Beirat des NS-Dokumentations-
    zentrums München
  • 2013 - 2018 Mitglied im Parlamentarischen Beirat der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit
  • 2013 - 2014 Mitglied im Beirat beim Haus der Bayerischen Geschichte
  • 2005 - 2009 ehrenamtlicher Vizepräsident des Bayerischen Roten Kreuzes
  • 2000 - 2007 Vorstandsvorsitzender der Stiftung Bildungspakt Bayern
  • Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat Zentrum Erinnerungskultur an der Universität Regensburg
  • Mitglied im Verwaltungsrat für die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit
  • Vorsitzender des Bayerisch-Israelischen Freundeskreis des Bayerischen Landtags
  • Mitglied im Beirat der Europäische Janusz Korczak Akademie
  • Mitglied im Kuratorium Akademie für politische Bildung Tutzing
  • Mitglieder im Beirat des Schulmuseums Nürnberg
  • Mitglied im Stiftungsrat der Stiftung Lebenshilfe
  • Mitglied im Kuratorium des Bayerischen Forschungszentrums für Interreligiöse Diskurse
  • Stellv. Vorsitzender des Hauses der Heimat in Nürnberg
  • Vereinsbeirat des 1. FCN
  • Mitglied im wissenschaftlich-pädagogischen Beirat des DoKuPäd (Pädagogik rund um das Dokumentationszentrum (Kreis-Jugend-Ring Nürnberg))
  • Vorsitzender des Bayerisch-Israelischen Freundeskreises im Bayerischen Landtag