Ferdinand Lang
Geboren am 27. März 1913 in Dlouhá Loučka (dt. Unterlangendorf) (Tschechoslowakei).
Lang war von Beruf Buchhalter und hörte seit 1940 regelmäßig ausländische Rundfunksender. In seinem Umfeld verlieh er verbotene Literatur und äußerte sich kritisch gegenüber der NS-Regierung und dem deutschen Angriffskrieg. Im Oktober 1943 wurde er gemeinsam mit seiner schwangeren Ehefrau verhaftet. Lang wurde am 10. Oktober 1944 durch den Volksgerichtshof wegen „Hochverrat“ zum Tode verurteilt und am 21. November 1944 hingerichtet.
Seine sterblichen Überreste wurden 1954 von der Grabstätte 103 im Friedhof am Perlacher Forst in das Grab 67 des Ehrenhains II umgebettet.
Seine Ehefrau Herta Lang wurde vom Sondergericht Salzburg wegen Rundfunkverbrechens zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt und überlebte das Kriegsende.
Quelle
- Stuiber, Irene, Hingerichtet in München Stadelheim, München 2004, S. 54f.
- StBG, Bestand BSV, Nr. 82
- 11J 72/44 – 2H 53/44 Widerstand als „Hochverrat“ 1933-1945, MF 419 u. 529
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