Rudolf Procházka

Geboren am 3. November 1905 in Ostrov (Tschechoslowakei).

Procházka war von Beruf Zimmermann und beteiligte sich als Bezirks- und Ortsleiter in Adler-Kosteletz am Widerstand der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (KPČ) in Königgrätz (Hradec Králové). Die in der Illegalität arbeitende Partei versuchte neue Mitglieder zu werben und verbreitete unter anderem verbotene Schriften. Procházka wurde durch den Volksgerichtshof wegen „Hochverrat“ zum Tode verurteilt (Urteilsdatum unbekannt) und am 9. November 1942 hingerichtet.

Seine sterblichen Überreste wurden 1954 von der Grabstätte 262 im Friedhof am Perlacher Forst in das Grab 9 des Ehrenhains II umgebettet.

Insgesamt wurden 177 Personen der KPČ in Königgrätz durch die Gestapo verhaftet. Im Ehrenhain II sind 16 Männer dieser Gruppe beigesetzt.

 

Quelle

  • Stuiber, Irene, Hingerichtet in München Stadelheim, München 2004, S. 63
  • StBG, Bestand BSV, Nr. 82

  

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