Karel Hladeček

Geboren am 13. März 1908 in Most (dt. Brüx) (Tschechoslowakei).

Hladeček war Professor an der Wirtschaftsakademie in Kolín und stellte im Auftrag der nationalen Widerstandsgruppe ÚVOD (Ústřední vedení odboje domácího) (dt. Zentrale Leitung des Widerstands in der Heimat) Nachrichten über die wirtschaftliche Situation in der Stadt, die Stimmung in der Bevölkerung sowie weitere wichtige Informationen über die deutschen Besatzer zusammen. Seine Berichte schickte er bis mindestens September 1941 an eine Deckadresse in Prag. Der ÚVOD gelang es diese und weitere Berichte aus dem Protektorat Böhmen und Mähren ins Ausland weiterzuleiten.

Hladeček wurde am 13. Juni 1944 durch den Volksgerichtshof in Nürnberg wegen „Hochverrat“ zum Tode verurteilt und am 19. September 1944 hingerichtet.

Seine sterblichen Überreste wurden 1954 von der Grabstätte 84-4 im Friedhof am Perlacher Forst in das Grab 55 des Ehrenhains II umgebettet.

 

Quellen

  • Wagner, Walter, Der Volksgerichtshof im nationalsozialistischen Staat, Stuttgart 1974, S. 566
  • Stuiber, Irene, Hingerichtet in München Stadelheim, München 2004, S. 58
  • StBG, Bestand BSV, Nr. 82

  

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