Josef Bollwein

Geboren am 29. Juni 1904 in Burgweinting bei Regensburg.

Bollwein arbeitete als Postfacharbeiter und gehörte zu einer Gruppe an Regensburger Bürger, die regelmäßig Nachrichten ausländischer Rundfunksender austauschten. In der sicheren Annahme, dass der Zusammenbruch des NS-Regimes kurz bevorstünde, organisierte sich Bollwein eine Pistole, verwahrte einen geschenkten Sowjetstern sowie zwei alliierte Flugblätter und erstellte eine Liste von überzeugten Nationalsozialisten und Personen mit antifaschistischer Einstellung.

Nach seiner Verhaftung im Oktober 1942 durch die Gestapo verurteilte ihn der Volksgerichtshof am 9. Juni 1943 wegen „Hochverrat“ zum Tode. Bollwein wurde am 12. August 1943 hingerichtet.

Seine sterblichen Überreste wurden 1954 von der Grabstätte 431 im Friedhof am Perlacher Forst in das Grab 18 des Ehrenhains II umgebettet.

 

Quelle

  • 6J 13/43 - 6H 45/43 Widerstand als "Hochverrat" 1933-1945, MF. 0178 u. 0485 D
  • Stuiber, Irene, Hingerichtet in München Stadelheim, München 2004, S. 48
  • StBG, Bestand BSV, Nr. 82

  

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