Josef Kolář
Geboren am 30. Juli 1916 in Wien (Österreich).
Kolář war von Beruf kaufmännischer Angestellter und leistete ab Sommer 1942 als Funktionär einer Betriebszelle Widerstand für die Kommunistische Partei der Tschechoslowakei (KPČ) in den Rüstungswerken Prag-Lieben. Er warb gemeinsam mit Karel Zakouril neue Mitglieder, kassierte Mitgliedsbeiträge und erhielt verbotene Schriften. Im September 1943 verhaftete die Gestapo die gesamte Widerstandsgruppe. Kolář wurde am 23. August 1944 durch den Volksgerichtshof wegen „Hochverrat“ zum Tode verurteilt und am 19. Dezember 1944 hingerichtet.
Seine sterblichen Überreste wurden 1954 von der Grabstätte 124 im Friedhof am Perlacher Forst in das Grab 77 des Ehrenhains II umgebettet.
Im Ehrenhain II sind sechs Männer der KPČ aus den Rüstungswerken Prag-Lieben beigesetzt.
Quelle
- Stuiber, Irene, Hingerichtet in München Stadelheim, München 2004, S. 67
- StBG, Bestand BSV, Nr. 82
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