Leopold Flajšer
Geboren am 10. September 1914 in Jung-Bunzlau (Tschechoslowakei).
Flajšer war von Beruf Eisendreher und beteiligte sich am Widerstand der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (KPČ) in der Rüstungsfabrik „Eta“ in Prag. Durch Kontakte zur in der Illegalität arbeitenden KPČ erhielt und verteilte Flajšer ab 1941 verbotene Schriften und versuchte vergeblich an seinem Arbeitsplatz in der Rüstungsfabrik „Eta“ eine kommunistische Betriebszelle aufzubauen.
In seiner Wohnung nahm er für einige Tage einen kommunistischen Funktionär auf, der für Sabotageaktionen mit einem Fallschirm durch die sowjetische Armee abgesetzt worden war. Im Auftrag des Funktionärs half er beim Aufbau einer verbotenen Sendeanlage. Die Gestapo verhaftete ihn am 7. Februar 1944. Am 24. Juni 1944 wurde Flajšer durch den Volksgerichtshof wegen „Hochverrat“ zum Tode verurteilt und am 26. September 1944 hingerichtet.
Seine sterblichen Überreste wurden 1954 von der Grabstätte 22 im Friedhof am Perlacher Forst in das Grab 56 des Ehrenhains II umgebettet.
Quelle
- Stuiber, Irene, Hingerichtet in München Stadelheim, München 2004, S. 64f
- StBG, Bestand BSV, Nr. 82
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