Václav Hončl
Geboren am 17. August 1870 in Ohnišov (Tschechoslowakei).
Hončl leistete als technischer Leiter der Bezirksleitung in Nové Město nad Metují (dt. Neustadt an der Mettau) Widerstand für die Kommunistische Partei der Tschechoslowakei (KPČ) und arbeitete mit der KPČ in Königgrätz (Hradec Králové) zusammen. Die in der Illegalität arbeitende Partei versuchte neue Mitglieder zu werben und verbreitete unter anderem verbotene Schriften. Als er im Juli 1940 von der Gestapo verhaftet wurde, war Hončl bereits 69 Jahre alt. Er wurde durch den Volksgerichtshof wegen „Hochverrat“ zum Tode verurteilt (Urteilsdatum unbekannt) und am 9. November 1942 hingerichtet.
Seine sterblichen Überreste wurden 1954 von der Grabstätte 261 im Friedhof am Perlacher Forst in das Grab 8 des Ehrenhains II umgebettet.
Insgesamt wurden 177 Personen der KPČ in Königgrätz durch die Gestapo verhaftet. Im Ehrenhain II sind 16 Männer dieser Gruppe beigesetzt.
Quelle
- Stuiber, Irene, Hingerichtet in München Stadelheim, München 2004, S. 60
- StBG, Bestand BSV, Nr. 82
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