Josef Cimburek

Geboren am 3. August 1916 in Skrotschau (Tschechoslowakei).

Cimburek war gelernter Automechaniker und diente in der tschechoslowakischen Armee als Luftwaffenpilot. Nach Auflösung der Armee durch die Besetzung des Landes durch die deutsche Wehrmacht im Frühjahr 1939 wurde Cimburek arbeitslos. Anfang März 1941 versuchte er mit Freunden nach Jugoslawien zu fliehen, um vor Ort Arbeit zu finden und – sollte dies nicht möglich sein – sich der tschechischen Legion im Kampf gegen das Deutsche Reich anzuschließen. Nachdem sie bereits die Protektoratsgrenze überquert hatten, wurden sie in Graz durch deutsche Grenzpolizisten festgenommen.

Cimburek wurde wie seine drei Begleiter am 4. Dezember 1942 durch den Volksgerichtshof wegen „Feindbegünstigung“ zum Tode verurteilt. Während seiner Inhaftierung fiel Cimburek jedoch aufgrund seiner technischen Fähigkeiten und seines Erfindungsreichtums auf. Nach Einschätzung des Reichsministeriums der Luftfahrt war die von ihm entwickelte Maschinengewehrsteuerung jedoch „wertlos“, weswegen eine mögliche Begnadigung abgelehnt wurde. Cimburek wurde am 31. August 1943 hingerichtet.

Seine sterblichen Überreste wurden 1954 von der Grabstätte 447 im Friedhof am Perlacher Forst in das Grab 21 des Ehrenhains II umgebettet.

 

Quelle

  • Stuiber, Irene, Hingerichtet in München Stadelheim, München 2004, S. 72f
  • StBG, Bestand BSV, Nr. 82

  

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