Václav Jára
Geboren am 31. Dezember 1912 (23. Dezember 1914) in Plzeň (dt. Pilsen) (Tschechoslowakei).
Jára war von Beruf Eisendreher und wurde 1941 für die deutsche Rüstungsindustrie in den Škoda-Werken in Dubnica (heutige Slowakei) dienstverpflichtet. Gemeinsam mit einem Kollegen wurde er im November 1941 beim Versuch, über die ungarische Grenze zu fliehen, von slowakischen Grenzbeamten verhaftet und an die deutsche Grenzpolizei übergeben. Die NS-Justiz unterstellte ihm den Willen zum Anschluss an die tschechische Legion. In seinen Gnadengesuchen verwies er auf seine Unzufriedenheit mit der Arbeit in Dubnica und seinen Wunsch, wieder in seine Heimat Plzeň versetzt zu werden. Jára wurde am 26. Februar 1943 durch den Volksgerichtshof wegen „Landesverrat“ zum Tode verurteilt und am 28. Mai 1943 hingerichtet.
Seine sterblichen Überreste wurden 1954 von der Grabstätte 391 im Friedhof am Perlacher Forst in das Grab 14 des Ehrenhains II umgebettet.
Quelle
- Stuiber, Irene, Hingerichtet in München Stadelheim, München 2004, S. 75f.
- StBG, Bestand BSV, Nr. 82
zurück zur Hauptseite
Inhaltspezifische Aktionen
