Johann Illner
Geboren am 8. Dezember 1908 in St. Laurenz (Österreich).
Illner war von Beruf Telegraphenarbeiter und leistete ab Anfang 1941 Widerstand für die seit 1933 verbotene Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ) in Salzburg. Als Zellenleiter einer Fünfergruppe kassierte er Mitgliedsbeiträge, leitete verbotene Flugblätter weiter und besaß selbst zwischen Herbst 1941 und Januar 1942 eine Schreibmaschine zur Herstellung von illegalen Schriften. Illner wurde Ende Januar 1942 von der Gestapo verhaftet und am 3. November 1942 durch den Volksgerichtshof wegen „Hochverrat“ zum Tode verurteilt. Am 19. April 1943 wurde Illner hingerichtet. Die Ehefrau von Illner wurde hierrüber erst einen Monat später informiert.
Seine sterblichen Überreste wurden 1954 von der Grabstätte 818 im Friedhof am Perlacher Forst in das Grab 35 des Ehrenhains II umgebettet.
Quelle
- Stuiber, Irene, Hingerichtet in München Stadelheim, München 2004, S. 52
- StBG, Bestand BSV, Nr. 82
- 7J 376/42 – 2H 273/42 Widerstand als „Hochverrat“ 1933-1945, MF 354
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