František Selichar
Geboren am 9. April 1901 in Třebeš, Hradec Králové (dt. Königgrätz) (Tschechoslowakei).
Selichar war von Beruf Täschner und leistete als Ortsleiter in der Prager Vorstadt Widerstand für die Kommunistische Partei der Tschechoslowakei (KPČ) in Königgrätz (Hradec Králové). Die in der Illegalität arbeitende Partei versuchte neue Mitglieder zu werben und verbreitete unter anderem verbotene Schriften. Selichar wurde durch den Volksgerichtshof (Urteilsdatum unleserlich) wegen „Hochverrat“ zum Tode verurteilt und am 8. Oktober 1942 hingerichtet.
Seine sterblichen Überreste wurden 1954 von der Grabstätte 647 im Friedhof am Perlacher Forst in das Grab 26 des Ehrenhains II umgebettet.
Insgesamt wurden 177 Personen der KPČ in Königgrätz durch die Gestapo verhaftet. Im Ehrenhain II sind 16 Männer dieser Gruppe beigesetzt.
Quelle
- Stuiber, Irene, Hingerichtet in München Stadelheim, München 2004, S. 63.
- StBG, Bestand BSV, Nr. 82
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