Josef Miroslav Fleißner
Geboren am 4. Oktober 1914 in Mělník (Tschechoslowakei).
Fleißner arbeitete als Finanzverwalter für die Stadt Mšeno (dt. Wemschen), bevor er aufgrund des Vorwurfs der Veruntreuung im Juni 1943 entlassen wurde. Nachdem weitere Untersuchungen anstanden, floh Fleißner über Prag nach Zlin, wo er mit einer ausgeliehenen Uniform eines Eisenbahnbeamten die Grenze passieren konnte.
Über Wien, Graz und München erreichte er Lustenau. Beim weiteren Versuch, in die Schweiz zu fliehen, wurde er durch einen deutschen Zollbeamten verhaftet. Bei sich trug er einen Brief, in dem er jegliche Veruntreuung widersprach und mitteilte, dass er sich in der Schweiz mustern lassen wolle. Fleißner wurde am 23. Juni 1944 durch den Volksgerichtshof wegen „Hochverrat“ zum Tode verurteilt und am 12. September 1944 hingerichtet.
Seine sterblichen Überreste wurden 1954 von der Grabstätte 204 im Friedhof am Perlacher Forst in das Grab 54 des Ehrenhains II umgebettet.
Quelle
- Stuiber, Irene, Hingerichtet in München Stadelheim, München 2004, S. 71
- StBG, Bestand BSV, Nr. 82
zurück zur Hauptseite
Inhaltspezifische Aktionen
