Terminhinweis: BR-Live-Übertragung des gemeinsamen Gedenkakts zu Ehren der Opfer des Nationalsozialismus am 26. Januar 2026

Die Stiftung Bayerische Gedenkstätten und der Bayerische Landtag begehen am Montag, 26.01.2026 um 10.00 Uhr im Historischen Rathaussaal des Rathauses Wolffscher Bau in Nürnberg einen gemeinsamen Gedenkakt zu Ehren der Opfer des Nationalsozialismus. Der BR überträgt das Gedenken live ab 10:00 Uhr.

Der Stadt Nürnberg kam im Nationalsozialismus eine zentrale Rolle zu: Sie war Schauplatz der Reichsparteitage der NSDAP und der Verabschiedung der „Nürnberger Gesetze", die die Entrechtung der jüdischen Bevölkerung festschrieben. Nach 1945 wurde Nürnberg durch die „Nürnberger Prozesse" zum Symbol für die juristische Aufarbeitung der nationalsozialistischen Verbrechen und die Entwicklung des internationalen Völkerstrafrechts. Die Auseinandersetzung mit dieser historischen Verantwortung ist eine ständige Aufgabe, mit der die Stadt und ihre Gesellschaft sehr bewusst und vielschichtig umgehen. In der Gegenwart steht Nürnberg für Erinnerung, Aufklärung und Menschenrechte und scheint deshalb besonders geeignet als Ort für das parlamentarische Gedenken und Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus.

Deshalb wird die gemeinsame Gedenkveranstaltung der Stiftung Bayerische Gedenkstätten und des Bayerischen Landtags für die Opfer des Nationalsozialismus heuer im Historischen Rathaussaal stattfinden – im Herzen von Nürnberg und ganz in der Nähe der ehemaligen Hauptsynagoge am Hans-Sachs-Platz.

Bei dem Gedenkakt werden neben dem Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, Karl Freller, und der Landtagspräsidentin Ilse Aigner auch der Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, Marcus König, sprechen sowie der Filmproduzent Prof. Martin Moszkowicz, Sohn eines Opfers und Enkel eines Täters des Nationalsozialismus.

Vor dem Gedenkakt wird um 9.00 Uhr am Gedenkstein für die Synagoge am Hans-Sachs-Platz eine Kranzniederlegung mit Stiftungsdirektor Karl Freller, Landtagspräsidentin Ilse Aigner und Oberbürgermeister Marcus König stattfinden, bei der auch Vertreter der Israeltischen Kultusgemeinde Nürnberg, des Verbands für das Erinnern an die verleugneten Opfer des Nationalsozialismus (Vevon e.V.), des Verbands Deutscher Sinti und Roma Landesverband Bayern e.V., des Fördervereins CSD Nürnberg e.V. (Nürnberg Pride) und des Behindertenrats der Stadt Nürnberg anwesend sein werden.

Seit 2011 veranstalten die Stiftung Bayerische Gedenkstätten und der Bayerische Landtag jährlich gemeinsam den Gedenkakt für die Opfer des Nationalsozialismus. Ziel dieses Gedenkens ist nicht nur die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, sondern auch die Mahnung an die Gesellschaft, derartiges Unrecht nie wieder zuzulassen.

 

Der Gedenkakt im Historischen Rathaussaal des Rathauses Wolffscher Bau in Nürnberg wird auch in diesem Jahr wieder live im Bayerischen Fernsehen übertragen. Hier geht es zur live-Übertragung des BR.