München liest - aus verbrannten Büchern
München liest aus verbrannten Büchern” – 10. Mai 2026 Am 10. Mai 1933 wurden auf dem Münchner Königsplatz Bücher verbrannt – darunter Werke von Autorinnen und Autoren, die die Nationalsozialisten als Bedrohung betrachteten. Vicki Baum und ihr Roman „Menschen im Hotel” gehörten dazu.
Die Stiftung Bayerische Gedenkstätten beteiligt sich erneut an der alljährlichen öffentlichen Lesung „München liest aus verbrannten Büchern”. Stiftungsdirektor Karl Freller liest um 17:30 Uhr aus Vicki Baums „Menschen im Hotel”.
Vicki Baum, 1888 in Wien geboren und 1960 in Los Angeles gestorben, war eine österreichisch-amerikanische Schriftstellerin und eine der meistgelesenen Autorinnen der Weimarer Republik. Ihr größter Erfolg, der Roman „Menschen im Hotel“, erschien 1929 und machte sie weltberühmt. Baums Bücher wurden 1933 in Deutschland verbrannt, in Rostock sogar an einem „Schandpfahl“ an der Universität ausgestellt und standen in Frankreich auf der sogenannten „Liste Otto“ verbotener Bücher. Während ihre Werke im nationalsozialistischen Deutschland verboten waren, nahm Vicki Baum 1938 die amerikanische Staatsbürgerschaft an und schrieb fortan auch auf Englisch.
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