„Freller fordert wirksameres Vorgehen gegen Antisemitismus – Gesellschaft muss antisemitische Haltungen klar ächten“

MÜNCHEN, 6. Mai 2026, Stiftungsdirektor Karl Freller, MdL, mahnt angesichts der jüngsten Zahlen des Bayerischen RIAS (Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus) zu einem wirksameren Vorgehen gegen Antisemitismus in Bayern. „Die aktuellen Zahlen der RIAS geben Anlass zu großer Sorge. Antisemitismus ist keine Randerscheinung, sondern zeigt sich zunehmend offen im Alltag. Wir dürfen uns daran nicht gewöhnen“, betonte Freller.

Freller fordert eine klare Haltung der gesamten Gesellschaft: „Antisemitismus – ob in Worten, Gesten, online oder auf der Straße – muss in unserer Gesellschaft klar geächtet werden. Es darf keinen Raum für Relativierungen oder Wegschauen geben. Jede Form antisemitischen Verhaltens ist ein Angriff auf unsere Werteordnung und auf das friedliche Zusammenleben."

Und Freller weiter: „Dieser Fund in Markt Indersdorf, bei dem die Polizei zahlreiche NS-Devotionalien fand - darunter eine Dose mit der Aufschrift ‚Zyklon B‘ - ist ein Alarmzeichen. Er zeigt, wie dünn der Firnis der Zivilisation an manchen Stellen sein kann. Polizei und Justiz müssen konsequent prüfen, was strafrechtlich zu ahnden ist. Aber mindestens ebenso wichtig ist die gesellschaftliche Antwort: klare Ächtung, klare Worte, klare Haltung.“