Kreuzweg zum Schicksal französischer Häftlinge in der KZ-Gedenkstätte Dachau

Am Freitag, 27. März 2026, 16:00 Uhr, findet in der KZ-Gedenkstätte Dachau ein Kreuzweg mit fünf Stationen statt, der dem Schicksal französischer Häftlinge gedenkt. Der Kreuzweg wird von der Katholische Seelsorge an der KZ-Gedenkstätte Dachau in Kooperation mit dem Kreiskatholikenrat und dem Dachauer Forum e.V. angeboten.

Von den rund 100.000 Franzosen, die während des Zweiten Weltkriegs in deutsche Konzentrationslager verschleppt wurden, waren fast 15.000 im KZ Dachau eingesperrt. Unter ihnen finden sich unterschiedliche Schicksale: Männer und Frauen der Résistance wie der Imam Abdelkader Mesli oder die Sekretärin Renée Lacoude, Franzosen jüdischer Herkunft sowie rund 150 Geistliche, darunter der Jesuitenpater Victor Dillard SJ. Daneben gab es junge Katholiken – Pfadfinder, Mitglieder der Christlichen Arbeiterjugend oder der Katholischen Aktion –, die sich freiwillig als Seelsorger nach Deutschland begaben, um französische Zwangsarbeiter heimlich zu begleiten. Einer von ihnen war Jean Bernier, der nach der Befreiung der kurz vor seinem 25. Geburtstag an den Folgen seiner Haft starb und im Dezember 2025 seliggesprochen wurde.

Die einzelnen Stationen des Kreuzweges führen zu Orten auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau, die eng mit dem Schicksal der französischen Häftlinge verknüpft sind: die Gleise, das Tor zum Schutzhaftlager, das Internationale Mahnmal, Block 21 und Block 26. Der Kreuzweg möchte diesen Männern und Frauen nachspüren und ihr Wirken mit Meditationen und Texten aus der Heiligen Schrift verbinden.

Organisatorisches

Freitag, 27. März 2026, 16.00 Uhr

Treffpunkt am Eingang zum Museum (Wirtschaftsgebäude)