Friling - dajne bloje fligl - Facettenreicher Liederabend zur Jiddischen Sprache und Kultur

Am Sonntag, 14. Juni 2026, 19:00 Uhr, findet im Kulturhaus Milbertshofen ein facettenreicher Liederabend zur Jiddischen Sprache und Kultur statt. Abwechslungsreich führt das Programm zu den Spuren von Menschen und Orten, werden Dichter, Komponisten und Hintergründe verwoben.

Die Musiker spannen einen Bogen mit Melodien trauriger Schönheit und Poesie bis hin zu mitreißenden, unbekannten Theatersongs aus der Second Avenue in New York. Die Fäden zwischen Vilnus, Krakau, New York, Landsberg und St. Ottilien, zwischen Ostmitteleuropa und Amerika, versprechen einen interessanten und bewegenden Abend. Ausschnitte Gershwins, der 1948 in DP Camp Landsberg aufgeführt wurde, präsentiert Wolfgang Kraemer.  

Das neue Programm „Friling – dajne bloje Fligl“ wird von der Landsberger Sängerin Felicitas Niegisch und dem Aichacher Pianisten Wolfgang Kraemer (Kulturförderpreis der Stadt Aichach 2025) präsentiert.
Die Sängerin Felicitas Niegisch bewegt und berührt mit ihrer stimmlichen Ausstrahlungskraft den Zuhörer, zeigt sich tief emotional und zugleich übermütig ausgelassen in der Bewegung. In einem zeitgenössischen Gewand und Arrangement wird das Publikum angesprochen. Ohne Sentimentalität und voller Gehalt gelingt den Musikern eine außergewöhnliche und stilvolle Interpretation.

Die Künstler

Über die Künstlerin Felicitas Niegisch entdeckte ihre Liebe zum jiddischen Lied bereits früh durch Hai und Topsy Frankl, den Pionieren der jiddischen Liederszene der 70er-Jahre. Über Jahrzehnte hinweg vertiefte sie diese Verbindung – insbesondere durch ihr langjähriges Engagement in der Gedenkarbeit in Landsberg. Die Begegnung mit Zeitzeugen prägte ihren persönlichen Bezug zu
dieser Musik nachhaltig.

Seit 2004 baut sie ein umfangreiches Repertoire auf, das bewusst auf folkloristische Klischees verzichtet. 2012 erschien ihre CD „Friling“ mit dem Felicitas Niegisch Ensemble. Neben zahlreichen Konzerten in Deutschland (u. a. mit dem Programm „Farstummt nit doss jiddische
loschn“) gestaltet sie mit Institutionen den musikalischen Rahmen für Lesungen und Ausstellungen.

Musik als Brücke der Erinnerung
Für Felicitas Niegisch ist die Jiddische Musik mit der Erinnerungskultur verknüpft und den Biografien der Überlebenden. Sie versteht dies ebenfalls als einen Beitrag zur Bildung und zur Förderung der jüdischen Kultur. In Wolfgang Kramer hat sie einen ausgezeichneten Begleiter
gefunden. Gemeinsam mit Wolfgang Kraemer setzen sie ein deutliches Zeichen gegen antisemitische Tendenzen und fördern durch ihre Kunst Toleranz und Völkerverständigung.

Organisatorisches

Sonntag, 14. Juni 2026

Ort: Kulturhaus Milbertshofen, Curt-Mezger-Platz 1, 80809 München

Beginn: 19.00 Uhr