Einweihung von Gedenk- und Informationstafeln in Kaufering

Am Freitag, 19. Juni 2026, 14:00 Uhr, werden am Gedenkort "Rampe" am Kauferinger Bahnhof sowie am KZ-Außenlager Kaufering III neue Informations- und Gedenktafeln eingeweiht.

Der Markt Kaufering, die Stiftung Bayerische Gedenkstätten und die Europäische Holocaustgedenkstätten Stiftung e.V.  laden zur feierlichen Einweihung der neu gestalteten Informationstafeln ein. 

Beginn der Veranstaltung: 19. Juni 2026, 14:00 Uhr am Gedenkort "Rampe" am Kauferinger Bahnhof

Programm

Grußwort: Erster Bürgermeister Thomas Salzberger

Gedenkworte von Gerhard Roletscheck und Andreas Brügel (FRISTO Stiftung)

Lesungen von Schülerinnen und Schülern

Gedenkworte von Gabriele Triebel, MdL

Die Veranstaltung wird musikalisch begleitet. 

Nach dem Gedenken und der Möglichkeit rote Nelken abzulegen zieht die Veranstaltung zur Gedenkstätte Außenlager Kaufering III, wo die Informationstafeln enthüllt werden.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

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Gedenkort "Rampe" am Kauferinger Bahnhof und (re.) Gedenkort KZ-Außenlager Kaufering III

Hintergrundinformationen

1944 beschloss die NS-Führung, die deutsche Rüstungsproduktion in bombensichere, halbunterirdische Bunkeranlagen zu verlegen. Im Raum Landsberg plante die Organisation Todt drei solcher Großbunker für die Produktion von Jagdflugzeugen. Den Bau übernahmen private Firmen, ausgeführt wurde er fast ausschließlich durch jüdische KZ-Häftlinge unter Zwang.

Ab Juni 1944 entstand so bei Landsberg/Kaufering der größte Außenlagerkomplex des KZ Dachau. Bis Kriegsende wurden bis zu 23.500 Menschen dorthin verschleppt. Die Häftlinge litten unter Hunger, Krankheiten und Gewalt durch SS und OT. Mehr als 6.500 namentlich bekannte Menschen starben in den Lagern, weitere 3.500 wurden als „arbeitsunfähig“ in andere Lager deportiert und dort meist ermordet.

Ende April 1945 räumte die SS die Lager vor den heranrückenden US-Truppen und trieb Tausende entkräftete Gefangene brutal Richtung Dachau, Allach und weiter nach Süden.