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Stiftungsdirektor im Interview zum Thema "Mettenheimer Hart" - ein Beitrag des Mühldorf TV

2018 wurde eine Dokumentationsstätte im Mühldorfer Hart, am ehemaligen Waldlager sowie am Massengrab, eröffnet. Damit sind die Planungen des Gedenk- und Erinnerungsortes noch aber nicht abgeschlossen.

Das Gelände im Mettenheimer Hart ist das „Herzstück“ der Rüstungsanlage „Weingut I“. Nach der Kampfmittelräumung 2019 bis 2021 zeigt sich das wahre Ausmaß dieses Areals. Mühldorf TV ist anlässlich der jährlichen Gedenkfeier des Vereins "Für das Erinnern" der Frage nachgegangen, wie es um den Stand der Planungen des Areals steht. Stiftungsdirektor Karl Freller Stand für diesen Beitrag Rede und Antwort. 

Den vollständigen TV-Bericht inklusive Interview können Sie hier abrufen.

Hintergrund: 

Mitte des Jahres 1944 entsteht in Mühldorf/Mettenheim der zweitgrößte Außenlagerkomplex des KZ Dachau. Seine Errichtung steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der vom NS-Regime forcierten Rüstungsproduktion. Unter dem Decknamen „Weingut I“ wird der Bau einer halbunterirdischen Fertigungsstätte für das Jagdflugzeug „Messerschmitt 262“ vorangetrieben.
Insgesamt 8.300 jüdische Häftlinge werden von Juli 1944 bis April 1945 in diese Lager verschleppt. Die Hälfte von ihnen stirbt infolge der katastrophalen Bedingungen auf der Großbunker-Baustelle und der prekären Zustände in den Lagern. Der Bunker wird bis Kriegsende nicht fertig gestellt. Eine Produktion findet dort nicht statt.
1947 wird der Bau von den Alliierten gesprengt. Ein Bogen der halbunterirdischen Fertigungshalle steht dort bis heute.