Buchvorstellung und Gespräch zur Publikation "Inszenierung, Schnappschuss, Dokumentation" am 26. März 2026, 19:00 Uhr in Sulzbach-Rosenberg

Fotografien waren in den Konzentrationslagern ein zentrales Mittel interner und externer Kommunikation sowie Bestandteil von Organisations- und Verwaltungsabläufen. Aufnahmen entstanden aber nicht nur für SS-eigene Akten und Archive, SS-Männer fotografierten auch zu privaten Zwecken. Anhand von mehr als 300 bislang meist unveröffentlichten Fotos wird erstmals die Geschichte der Fotografie im Lagerkomplex Flossenbürg erzählt.

Die Beiträge des Bandes beleuchten Akteure und Bildwelten und ordnen die analysierten Fotos in ihre Entstehungskontexte und Überlieferungszusammenhänge ein. Dadurch ergeben sich vertiefte Einblicke in das Selbstverständnis der Flossenbürger Lager-SS und deren Blick auf „ihr Lager“, in Organisationsstrukturen, bauliche Entwicklungen, Täterbiografien, personelle Netzwerke, die Zusammenarbeit mit externen Behörden sowie Schnittstellen zwischen Lager und Ort. Ergänzend wenden sich zehn essayistische Miniaturen aus geschichtswissenschaftlicher, kunsthistorischer, philosophischer oder persönlicher Perspektive ausgewählten Einzelfotos zu.

Organisatorisches

Eine Veranstaltung der Buchhandlung Volkert

Am 26. März um 19.00 Uhr

Ort: ehem. Synagoge in Sulzbach, Synagogenstraße 9, 92237 Sulzbach-Rosenberg

Eintritt: 12 Euro (der Erlös kommt dem Förderverein der KZ-Gedenkstätte zugute)