Themenrundgang: Sinti und Roma im KZ Dachau

Am Sonntag, 2. August 2026 wird der Europäische Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma begangen. Um 14:00 Uhr findet in der KZ-Gedenkstätte Dachau hierzu ein Themenrundgang statt.

Ab 1938 wurden Sinti und Roma in größerer Zahl in das KZ Dachau verschleppt. Hier standen sie in der Hierarchie der Häftlingsgesellschaft oft weit unten und wurden beispielsweise besonders harten Arbeitskommandos zugeteilt. Der Rundgang beleuchtet insbesondere das Schicksal von zwei großen Transporten, die am 24. /25. Juni 1938 und am 28. Juni 1939 im KZ Dachau ankamen.

Anlässlich des Gedenktags für die Opfer des Porajmos wird anhand von zahlreichen biografischen Beispielen die Geschichte einer lange vergessenen Verfolgtengruppe erzählt.

Hintergrund zum Europäischen Holocaust-Gedenktag:

In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 wurden 4300 Sinti und Roma, überwiegend ältere und kranke Menschen sowie Kinder, von der SS gegen ihren erbitterten Widerstand in die Gaskammern von Auschwitz getrieben. Das Europäische Parlament erklärte im Jahr 2015 den 2. August zur Erinnerung an die 500.000 Angehörigen der Minderheit, die im NS-besetzten Europa ermordet wurden, zum Europäischen Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma.

Organisatorisches

Anmeldung über die Münchner Volkshochschule, die Volkshochschule Eching oder am Veranstaltungstag an der Infotheke des Besucherzentrums der KZ-Gedenkstätte Dachau bis spätestens 13:45 Uhr.

Treffpunkt: Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Dachau

Kosten: 4 Euro / 2 Euro ermäßigt (mit Schwerbehindertenausweis) pro Person

Der Themenrundgang ist barrierefrei zugänglich.

Das Angebot ist nicht geeignet für Personen unter 13 Jahren.