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76. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau am 29. April 1945

Am 29. April gedachte der Freistaat Bayern zum 76. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau den Opfern des Nationalsozialismus. Aufgrund der COVID-19-Pandemie konnte der Gedenkakt nur im kleinsten Kreis stattfinden.

Mit einem stillen Gedenken wurde am 76. Jahrestag der Befreiung des KZ Dachau am 29. April 1945 gedacht. An der offiziellen Kranzniederlegung nahmen unter anderem der KZ-Überlebende und Vizepräsident des Comité International de Dachau (CID) Abba Naor,  die Präsidentin des Bayerischen Landtags Ilse Aigner, der Bayerische Staatsminister des Innern, für Sport und Integration Joachim Herrmann sowie Karl Freller, Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten und 1. Vizepräsident des Bayerischen Landtags teil.

In kurzen Statements wurde die Notwendigkeit des Gedenkens an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und die wachsende Bedeutung der KZ-Gedenkstätten als Lern- und Vermittlungsorte betont.

Stiftungsdirektor Karl Freller sprach die geplante Erweiterung des Gedenkortes an: „Die historischen Gebäude auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei haben für die Arbeit der Stiftung eine herausragende Bedeutung. Insbesondere die ehemalige Kommandantur – ein Zentrum der Organisation der Verbrechen, unmittelbar in Sichtverbindung zum Lagertor gelegen – ist für die Erinnerungsarbeit wichtig."

Innenminister Herrmann betonte die Wichtigkeit einer lebendigen Gedenkkultur, "um die Erinnerung an die dunkelsten Kapitel unserer Geschichte wachzuhalten".

Der Vizepräsident des Comité International de Dachau (CID) und Überlebender des KZ Dachau, Abba Naor, der seit Jahren vor bayerischen Schulklassen über sein Schicksal berichtet, lobte die Schülerinnen und Schüler: „Ich bin von der Jugend in Bayern begeistert!"

Landtagspräsidentin Ilse Aigner sprach die Zielsetzung der Erinnerungsarbeit an: „An Orten wie diesem verlassen wir die Zone des Erträglichen – noch heute. Wir dürfen uns nicht verschließen vor dem Grauen - und wir müssen vermitteln, wie es kam, dass Menschen Menschen so etwas antun konnten. Dabei darf kein Detail verdrängt, verheimlicht oder geschönt werden. Das ist und bleibt die zentrale Aufgabe der Gedenkstättenarbeit."

Großes Bedauern bestand darüber, dass aufgrund der weiterhin bestehenden COVID-19-Pandemie die persönlichen Begegnungen mit den Überlebenden und deren Familien nicht vor Ort stattfinden konnten. Das stille Gedenken war die einzige Präsenzveranstaltung der KZ-Gedenkstätte Dachau zum 76. Jahrestag der Befreiung. Wie bereits im Vorjahr wurden digitale Veranstaltungen zwischen dem 29. April und 2. Mai 2021 auf der Webseite www.kz-gedenkstaette-dachau.de/liberation auf Deutsch und Englisch angeboten.