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Stiftung Bayerische Gedenkstätten beglückwünscht Rachel Salamander zur Auszeichnung mit dem Heine-Preis

MÜNCHEN – 31. August 2021. Rachel Salamander wurde am 29. August mit dem renommierten Heine-Preis 2020 ausgezeichnet. Die Literaturwissenschaftlerin, Publizistin und Inhaberin mehrerer Buchhandlungen für jüdische Literatur sowie Literatur zum Judentum nahm die Auszeichnung im Rahmen eines Festaktes im Düsseldorfer Schauspielhaus entgegen. Stiftungsdirektor Bayerische Gedenkstätten Karl Freller begrüßt die Entscheidung der Jury und beglückwünscht die Preisträgerin: „Die Auszeichnung von Rachel Salamander mit dem Heine-Preis ist hochverdient. Im Namen der Stiftung Bayerische Gedenkstätten gratuliere ich der Preisträgerin ganz herzlich. Wir sind stolz, in der KZ-Gedenkstätte Dachau eine der Dependancen ihrer renommierten Literaturhandlungen – „Die große jüdische Buchhandlung für alle“ seit vielen Jahren führen zu dürfen.“

Der Heine-Preis zählt zu den bedeutendsten Literatur- und Persönlichkeitspreisen in Deutschland und wird seit 1972 verliehen; er ist mit 50.000 Euro dotiert. Er wird durch die vom Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf eingesetzte Jury "an Persönlichkeiten verliehen, die durch ihr geistiges Schaffen im Sinne der Grundrechte des Menschen, für die sich Heinrich Heine eingesetzt hat, den sozialen und politischen Fortschritt fördern, der Völkerverständigung dienen oder die Erkenntnis von der Zusammengehörigkeit aller Menschen verbreiten". Die Heine-Preis-Jury begründete ihre Entscheidung für Rachel Salamander damit, dass, „die Literaturwissenschaftlerin und Publizistin couragiert maßgeblich zum Wiederaufbau des jüdischen intellektuellen Lebens nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland beigetragen“ habe. Salamander ist das Kind von Eltern, die den Holocaust in der Sowjetunion überlebt haben.

1982 eröffnet Rachel Salamander eine Fachbuchhandlung für Literatur zum Judentum in München. Das Stammhaus der "Literaturhandlung – Die große jüdische Buchhandlung für alle“" ist inzwischen Bestandteil des Jüdischen Museums München. Hinzukommen weitere Niederlassungen in anderen deutschen Städten. Auch ihr Buchladen in der KZ-Gedenkstätte Dachau bietet ein breites Spektrum an Literatur zum Judentum und zum weiteren Themenkreis des Dachauer Konzentrationslagers.

Rachel Salamander wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. So erhielt sie unter anderem 1999 den Kulturellen Ehrenpreis der Stadt München, in den Jahren 2000 und 2009 Bundesverdienstkreuze. 2004 wurde ihr der Bayerische Verdienstorden verliehen, 2013 der Schillerpreis. Seit 2019 ist sie zudem Ehrenbürgerin der Stadt München.

 

 

Über die Stiftung Bayerische Gedenkstätten

Die Stiftung Bayerische Gedenkstätten ist eine Stiftung des öffentlichen Rechts mit Sitz in München. Sie wurde durch den Freistaat Bayern zum 1. Januar 2003 errichtet. Die Stiftung ist Trägerin der KZ-Gedenkstätte Dachau und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, die zu den Gedenkstätten in Deutschland von nationaler und internationaler Bedeutung gehören, sowie weiterer Gedenkstätten im Freistaat. Zweck der Stiftung ist es, die Gedenkstätten als Zeugen für die Verbrechen des Nationalsozialismus, als Orte der Erinnerung an die Leiden der Opfer und als Lernorte für künftige Generationen zu erhalten und zu gestalten, die darauf bezogene geschichtliche Forschung zu unterstützen und dazu beizutragen, dass das Wissen über das historische Geschehen im Bewusstsein der Menschen wachgehalten und weitergetragen wird.

Kontakt:

Karl Freller
Direktor der Stiftung Bayer. Gedenkstätten (und Vizepräsident des Bayer. Landtages)
Alexandra Perry, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Praterinsel 2
80538 München
Telefon: 089/2158-675-83
presse@stgb.bayern.de