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Nachruf: KZ-Überlebender und Künstler Max Mannheimer am 23. September 2016 verstorben

„Max Mannheimer setzte sich unermüdlich für Demokratie und für Versöhnung ein. Er hat unvorstellbares Leid erlebt und dennoch die Kraft gefunden, in Deutschland zu bleiben und über seine Erlebnisse im Holocaust zu berichten, damit die Verbrechen der Nazis nicht verschwiegen werden“, so der Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten Karl Freller, MdL, "er hinterlässt der Nachwelt neben seinem breiten künstlerischen Werk auch einen unverzichtbaren Beitrag zur Erinnerungs- und Versöhnungsarbeit“.

Der 1920 in der ehemaligen Tschechoslowakei geborene Max Mannheimer setzte sich neben der Erinnerungsarbeit auch für die Versöhnung zwischen Deutschland und Tschechien ein. So auch während eines Besuchs des damaligen tschechischen Premierministers Necas und dem bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer in der KZ-Gedenkstätte Dachau im Jahr 2013.

Max Mannheimer war Mitglied des Stiftungsrates der Stiftung Bayerische Gedenkstätten. „Die Gedenk- und Erinnerungsarbeit wurde von Max Mannheimer maßgeblich geprägt. Seinem persönlichen Engagement ist es zu verdanken, dass am ehemaligen KZ-Außenlager im Mühldorfer Hart ein Gedenkort entstehen wird“, so der Stiftungsdirektor.

Die Stiftung Bayerische Gedenkstätten hatte kürzlich ein Filmprojekt mit Max Mannheimer in Auftrag gegeben, bei dem er über sein Leben und seine Erfahrungen spricht. Die Filmclips 'Dachauer Dialoge' sind auf der Webseite der Stiftung abrufbar.