Gedenkakt für die Opfer des Nationalsozialismus am 25. Januar 2021 in Würzburg

Der 27. Januar ist Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz und zugleich Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Seit 2011 begeht die Stiftung Bayerische Gedenkstätten diesen Gedenktag gemeinsam mit dem Bayerischen Landtag an unterschiedlichen Orten in Bayern und 2017 erstmalig auch im Ausland. Im Jahr 2021 wurde am DenkOrt Deportationen in Würzburg gedacht.

Schwerpunkt des diesjährigen Gedenkaktes war das Thema Deportationen. Schülerinnen der Gustav-Walle-Mittelschule berichteten über das Schicksal einer Würzburger Familie, das beispielhaft für viele deportierte und ermordete Frauen, Männer und Kinder der Stadt stand.

Die musikalische Begleitung des Staatsaktes übernahmen Schüler des Matthias-Grünewald-Gymnasiums und Studenten der Musikhochschule Würzburg.

Es sprachen die Präsidentin des Bayerischen Landtags Ilse Aigner, der Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten Karl Freller, der Oberbürgermeister der Stadt Würzburg Christian Schuchardt und der Präsident des Zentralrates der Juden Dr. Josef Schuster als Nachkomme, dessen Vorfahren die Deportationen in Würzburg persönlich erleben mussten.

Die ehemalige Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Bürgerin der Stadt Würzburg sprachen ein Friedensgebet.

Der Gedenkakt endete mit einer Kranzniederlegung am DenkOrt Deportationen.

Der Gedenkakt, der live im Bayerischen Fernsehen zu sehen war, begann um 10 Uhr.