„Fotografien gehören zu den wichtigsten Quellen der Zeitgeschichte“ - Stiftungsdirektor Karl Freller
Publikation von 2025, Foto: ©Asenkerschbaumer Visuelle Kommunikation/Wallstein Verlag
Der heutige Internationale Tag der Fotografie steht im Zeichen des Jubiläums von „200 Jahre Fotografie“ – mit der ersten ‚dauerhaften‘ Fotografie im Jahr 1826. „Die Bedeutung fotografischer Quellen für die historische Forschung kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, insbesondere angesichts einer KI-generierten Flut von vermeintlich historischen Bildern in den sozialen Medien“, so Stiftungsdirektor Karl Freller.
Wie historische Fotografien wissenschaftlich erschlossen und eingeordnet werden, zeigen zwei aktuelle Beispiele aus den bayerischen KZ-Gedenkstätten:
Die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg hat gemeinsam mit dem Zentrum Erinnerungskultur der Universität Regensburg die Publikation „Inszenierung, Schnappschuss, Dokumentation. Fotografien aus dem Lagerkomplex Flossenbürg“ (Wallstein Verlag, 2025) herausgegeben. Der Band versammelt mehr als 300, überwiegend zuvor unveröffentlichte Fotografien und verdeutlicht, dass historische Bilder stets im Kontext ihrer Entstehung, Überlieferung und Intention betrachtet werden müssen.
Die KZ-Gedenkstätte Dachau widmet sich am Samstag, den 22. August ab 14:00 Uhr mit einem Rundgang dem Thema „Fotografie im KZ Dachau“. Während der zwölf Jahre seines Bestehens entstanden im KZ Dachau in unterschiedlichen Kontexten zahlreiche Fotografien. Diese Bilder prägen bis heute das Verständnis der Geschehnisse im Lager und der Situation der Häftlinge. Über ihre Entstehung, die Urheber sowie deren Beweggründe ist jedoch oftmals nur wenig bekannt. Zum 200. Jahrestages der ersten Fotografie widmet sich der Themenrundgang sowohl den verschiedenen fotografischen Perspektiven als auch der erinnerungskulturellen Bedeutung der überlieferten Aufnahmen. Weitergehende Informationen finden sich hier.

