Neuerscheinung: Fritz Seemann. Wir sind hier in einer Mausefalle. Ein Journalist beim Prager Tagblatt und seine gescheiterte Flucht aus der Tschechoslowakei.
Foto: KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
Der Briefwechsel und Fritz Seemanns Zeitungstexte aus den frühen 1930er Jahren greifen ineinander. Gerahmt von Fotos, Dokumenten und Informationen zur Biographie entsteht das Porträt eines zweisprachigen Intellektuellen in der Tschechoslowakei der Zwischenkriegszeit. Darüber bietet das Buch Innenansichten in die letzten Jahre des Prager Tagblatts und die verzweifelten Versuche vieler Menschen, den Fängen der Nationalsozialisten zu entkommen.
Fritz Seemann (1900–1942) kam aus dem nordböhmischen Reichenberg, heute Liberec. Nach einem Musikstudium in Prag und Erfolgen als Operettenkomponist wurde er 1929 Redakteur beim Prager Tagblatt. Zudem arbeitete er für den Tschechoslowakischen Rundfunk, den Film und in der Werbung. Fritz Seemann starb 1942 im Konzentrationslager Flossenbürg.
Die Autoren:
Annette Kraus, geb. 1982, arbeitet für Museen und Medien als Autorin, Lektorin und Übersetzerin. Sie studierte Kulturwissenschaften, Germanistik und Bohemistik in München, Regensburg und Prag.
Jörg Skriebeleit, geb. 1968, ist Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, Honorarprofessor für Vergleichende Kulturwissenschaften an der Universität Regenburg, Gründungsdirektor des Zentrums Erinnerungskultur an der Universität Regensburg. Arbeitsschwerpunkte und Publikationen u. a. zu: Dark Tourism, Denkmalschutz, Zeitzeugenschaft, NS-Euthanasie.
