Verleihung Rabbiner-Spiro-Preis am 10. Februar 2014

Verleihung Rabbiner-Spiro-Preis am 10. Februar 2014

Foto: Günther Wilhelm | Schwabacher Tagblatt

Stiftungsdirektor Karl Freller erhält den diesjährigen  Rabbiner-Spiro-Preis. Er wird gewürdigt für sein Engagement in der Erinnerungsarbeit. 

Der Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern vergibt den Preis 2014 zum dritten Mal. Die bisherigen Preisträger sind der ehemalige Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber und der ehemalige evangelische Landesbischof Dr. Johannes Friedrich. Die Preisverleihung findet am 10.02.2014 um 18.00 Uhr im Max-Joseph-Saal der Residenz statt.

Der frühere Rabbiner David Spiro (1901-1970) stammt aus Polen und war ein geachtetes Mitglied des Warschauer Rabbinats. Im Warschauer Ghetto gehört er während der deutschen Besetzung Polens dem Judenrat an. Anfang August 1944 wird er in das KZ Flossenbürg deportiert, anschließend in dessen Außenlager in Hersbruck/Happurg. Er überlebt den so genannten Todesmarsch nach Dachau. Befreit wird er am 29. April 1945 im KZ Dachau durch Angehörige der US-Armee. Spiro hat alle nächsten Angehörigen durch die Nationalsozialisten verloren. Dennoch bleibt er in Deutschland, lässt sich in Fürth nieder und ist Mitbegründer der dortigen Israelitischen Kultusgemeinde.

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