Eröffnung des Dokumentationsortes Hersbruck/Happurg

Eröffnung des Dokumentationsortes Hersbruck/Happurg

Foto: © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Im Rahmen des gemeinsamen Gedenkakts zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus mit dem Bayerischen Landtag wurde am 25. Januar 2016 der Dokumentationsort Hersbruck/Happurg eröffnet.

In Hersbruck befand sich von Juli 1944 bis April 1945 das zweitgrößte Außenlager des Konzentrationslagers Flossenbürg. 9.000 Häftlinge aus ganz Europa wurden hier gefangen gehalten. Sie mussten im benachbarten Happurg eine unterirdische Stollenanlage für eine Rüstungsfabrik errichten. Der Dokumentationsort Hersbruck/Happurg, der an dieses Lager erinnert, besteht aus zwei aufeinander ausgerichteten Installationen: eine befindet sich am ehemaligen Ort der Unterbringung der KZ-Häftlinge in Hersbruck, die andere am ehemaligen Ort der Zwangsarbeit in Happurg.

„Die Erinnerung an die Verbrechen in den Konzentrationslagern wandelt sich, wenn keine Zeitzeugen mehr unter uns sind“, erklärt Stiftungsdirektor Karl Freller. „Dann wird es wichtiger denn je sein, an den historischen Orten über das damalige Geschehen zu informieren, gerade wenn – wie in Hersbruck und Happurg – bauliche Spuren nicht mehr vorhanden oder nicht mehr zugänglich sind.“ Gerade an den Orten ehemaliger KZ-Außenlager hat die Stiftung Bayerische Gedenkstätten in den letzten Jahren ihr Engagement verstärkt. „Neben Hersbruck/Happurg sind auch in Mühldorf und Kaufering Dokumentationsorte geplant oder bereits im Entstehen“, so Freller.

 

 

 

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