Stiftungsbericht 2020-2025
IMPRESSIONEN | ALBUM 2023 69 Neuer Präsident für CID F E B R U A R Dominique Boueilh tritt am 25. Februar sein Amt als neuer Präsident des Comi- té International de Dachau (CID) an und folgt auf General Jean-Michel Thomas. Boueilhs Vater war 1944 in Frankreich von der Gestapo verhaftet und ins KZ Dachau deportiert worden, wo er 1945 befreit wurde. Bei seinem Antrittsbe- such in der KZ-Gedenkstätte Dachau wird er von Stiftungsdirektor Karl Freller und Gedenkstättenleiterin Dr. Gabriele Hammermann begrüßt. Der neue CID- Präsident bekräftigt seinenWunsch, die bisher sehr gute Zusammenarbeit im Dienst des Gedenkens an die Opfer des KZ Dachau fortzusetzen und zu stärken. Boueilh ist gleichzeitig Präsident der französischen Lagergemeinschaft des KZ Dachau (Amicale française du camp de Dachau) und Generalsekretär der Vereinigung der französischen Verbän- de für das Gedächtnis an die Nazi-Lager (Union des associations françaises de mémoire des camps nazis), deren Grün- dungsmitglieder die französischen Vereine bzw. Lagergemeinschaften von Buchenwald, Dachau, Mauthausen, Neuengamme, Oranienburg-Sachsen- hausen und Ravensbrück sind. Er war zuvor bereits seit 15 Jahren Mitglied des CID-Vorstands. ©KZ-Gedenkstätte Dachau / Guido Hassel ©StMUK Staatsvertrag verlängert M Ä R Z Der Freistaat Bayern und der Landes- verband der Sinti und Roma ver- längern und erweitern am 8. März den Staatsvertrag zur Zusammen- arbeit. Die Vereinbarung umfasst eine erhöhte finanzielle Unterstüt- zung sowie die Einrichtung einer Monitoring-Stelle zur Erfassung und Bekämpfung antiziganistischer Vorfälle. Ziel ist es, die Erinnerungs- kultur zu stärken und die Gleich- stellung sowie den Schutz der Sinti und Roma in Bayern zu fördern.
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