Stiftungsbericht 2020-2025
68 ALBUM 2023 | IMPRESSIONEN Lesung aus der Biografie von Uri Chanoch A P R I L Am 27. April findet im Besucherzen- trum der KZ-Gedenkstätte Dachau die erste öffentliche Lesung der deutschen Übersetzung von Uri Chanochs (1928–2015) Biografie „Von Kaunas über Dachau in ein neues Leben“ statt. Die Stiftung hat die Übertragung der Biografie des bekannten Holocaust-Überlebenden und äußerst engagierten Zeitzeugen ins Deutsche mitermöglicht. Die Veranstaltung ist Begleitprogramm zum 78. Jahrestag der Befreiung des KZ Dachau. Maximilian Lütgens, Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Dachau, und Schülerinnen des Josef- Effner-Gymnasiums lesen zentrale Passagen aus der Biografie. Die hochbetagte Mitautorin undWitwe Judith Chanoch muss gesundheits- bedingt kurzfristig ihre Teilnahme absagen. Die Familie ist jedoch über die gemeinsamen drei Kinder sowie zwei Enkelinnen vertreten. Judiths Dankesrede sowie ein sehr persön- liches und berührendes Grußwort verlesen ihre Töchter Galia und Frida Chanoch. Uri Chanoch wurde 1928 in Kaunas geboren, überlebte das litauische Ghetto, das KZ Stutthof und das Außenlager Kaufering. Bei dessen Räumung gelang ihm die Flucht zu US-Soldaten. Sein jüngerer Bruder Daniel (Danny) Chanoch überlebte ebenfalls den Holocaust; der Rest seiner Familie starb im KZ. 1946 ging Uri Chanoch nach Israel. Er war viele Jahre lang Vorsitzender der Vereinigung der Überlebenden der KZ-Außenlager Dachau und gehörte ab 2008 dem Vorstand der Claims Conference an. 2023 ©KZ-Gedenkstätte Dachau / Guido Hassel
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