Stiftungsbericht 2020-2025

INSTITUTIONEN | REDEN   211 ©KZ-Gedenkstätte Dachau / G. Hassel Institutionen Sehr geehrten Damen und Herren, sehr verehrte Zeitzeugen, sehr geehrter, lieber Abba Naor, Vizepräsident des CID, sehr geehrter Herr Zabarko, Präsident der Allukrainischen Vereinigung jüdischer ehemaliger Häftlinge der Ghettos und nationalsozialistischer Konzentrationslager, sehr geehrter Herr Finsches, sehr geehrter Herr Lafaurie, sehr geehrter Herr Candotto, es ist uns eine Ehre, Sie, Ihre Angehörigen und die Angehörigen derer, die heute nicht mehr unter uns sind, willkommen zu heißen! Sehr geehrter Präsident des CID, General Thomas, sehr geehrter Herr Kultusminister Professor Dr. Piazolo, sehr geehrte Frau Dr. Hammermann, wir erinnern heute an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. 77 Jahre nach der Befreiung des Konzentra- tionslagers Dachau gedenken wir insbesondere der Menschen, die hier im Stammlager und in den Außenlagern oder auf den Todesmärschen ihr Leben verloren haben, sowie derer, die die- ses Martyrium überlebten und jahrzehntelang an den Folgen litten bzw. leiden. Nach zwei Jahren pandemiebedingter Unter- brechung herrscht bei uns allen Freude, Sie wieder persönlich begrüßen zu können. Sie, meine sehr verehrten Damen und Herren, kommen zurück an diesen Ort des Schreckens, wo Sie persönlich oder Ihre An- gehörigen unermessliches Leid erfahren haben. • Sie kommen, um sich an das Ende dieser Qualen zu erinnern. • Sie sind hier, um den Akt der Befreiung durch die Alliierten zu feiern. • Jedes Erinnern an die Naziverbrechen ist gleichzeitig ein Ermahnen und die dringliche Forderung, dass es keine Wiederholung geben darf. Karl Freller, MdL Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten 77. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau am 1. Mai 2022 • Hierfür stehen die KZ-Gedenkstätten. Sie sind: • zentrale Erinnerungs- und Lernorte für die national- sozialistischen Verbrechen in Bayern. • steinerne Zeugen der Nachwelt zur Mahnung. Sie zu erhalten ist eine immerwährende Aufgabe und Ver- pflichtung. Vor der Pandemie, 2019, hatte die KZ-Gedenkstätte Dachau ca. 1 Million Besucher. Damit ist sie die am stärksten besuchte KZ-Gedenkstätte in Deutschland. Stätten wie diese müssen als authentische Orte der Nachwelt erhalten bleiben. Das hat die Politik in Bayern klar erkannt. Sie hat „Die Dekade der Erinnerung“ ausgerufen und wird die notwendigen Mittel dafür bereitstellen. Ich bin zuversichtlich, dass wir bis zum Jahr 2033 – 100 Jahre nach der Errichtung des KZ Dachau durch die Nationalsozialisten – alles, was wir uns vorgenommen haben, erreichen werden. Nachdem wir in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt hatten (ich erwähne nur kurz das neue Besucherzentrum, die Erweiterung der Verwaltung und die Modernisierung des Parkplatzes), bringen wir nun die wei- tere Erschließung der KZ-Gedenkstätte auf denWeg: 1. Die Erneuerung des historischen Barackenareals. Die Bau- maßnahmen hierzu starten bereits Anfang 2023. Die Baracken zeigen den Besucherinnen und Besuchern den Alltag im Lager, der für die Häftlinge von Leid und Entbehrung geprägt war. 2. Die Instandsetzung und Sicherung der beiden besonders bedeutenden historischen Gebäude, des neuen Krematoriums und des Häftlingsgefängnisses, sind ein weiteres Projekt, das wir zügig angehen. Hier begegnen die Besucherinnen und Besucher ganz unmittelbar dem bewegenden Thema Sterben und Tod im Lager.

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