Stiftungsbericht 2020-2025
POLITIK UND GESELLSCHAFT | REDEN 191 Wir sind täglich gefordert, unser Miteinander nach den Maß- stäben der Menschlichkeit zu gestalten. Über allem Handeln in Politik und Gesellschaft sollen unsere Grundwerte – Toleranz, Respekt undWahrung der Menschenwürde – stehen. Nicht nur an den Gedenktagen! Wir müssen alles tun, um Fehlentwicklungen zu verhindern, die den Aufstieg von Radikalen und undemokratisches Han- deln ermöglichen. Nie wieder Krieg, sehr geehrte Damen und Herren, dazu stehen wir als demokratische Länder.Wir dürfen nicht verges- sen, mit der Europäischen Union in einer Vereinigung zu leben, die seit vielen Jahren Konflikte auf dem Verhandlungstisch und nicht am Kriegsschauplatz austrägt! Es gilt, das gemeinsame Europa, das Frieden und starke Demo- kratien garantiert, voranzutreiben und zu stärken. Sehr geehrte Damen und Herren! Mit einem Zitat von Prof.W ł adys ł aw Bartoszewski, einem ehemaligen Häftling von Auschwitz, der auch polnischer Botschafter in Österreich und polnischer Außenminister war, möchte ich meine Rede schließen: „Millionen Menschen auf der Welt wissen, was Auschwitz war. Aber weiterhin muss im Bewusstsein und in der Erinnerung der Menschen bleiben, dass es nur von ihrer Entscheidung abhängt, ob sich so eine Tragödie wiederholt. Nur Menschen konnten sie hervorrufen, und nur Menschen können sie ver- hindern.“
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