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76. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Flossenbürg am 23. April 1945

Am 25. April gedachte der Freistaat Bayern zum 76. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Flossenbürg der Opfer des Nationalsozialismus. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte der Gedenkakt nur im kleinsten Kreis stattfinden.

Neben Landtagsvizepräsident und Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten Karl Freller und Gedenkstättenleiter Prof. Dr. Jörg Skriebeleit nahm die Bayerische Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr Kerstin Schreyer an dem Gedenkakt teil.

Stiftungsdirektor Karl Freller hob in seiner Ansprache die besondere Bedeutung der KZ-Gedenkstätten als Gedenk- und Vermittlungsorte hervor: „Die historischen Orte sind vielmehr als nur Anschauungsobjekte, sie sind steinerne Zeugen. Sie dienen als Beweis für die nach 76 Jahren für viele unvorstellbar wirkenden Verbrechen der Nationalsozialisten."

Staatsministerin Kerstin Schreyer: „Es ist mir ein großes Anliegen, dass wir Gedenkstätten und Lernorte nachhaltig begleiten und unterstützen. Erinnerungsarbeit ist wichtiger denn je. Die Würde der Opfer verlangt, dass wir sie niemals vergessen. Wir alle tragen Verantwortung dafür, dass so etwas nie wieder passiert. Wir unterstützen da, wo es nur geht und arbeiten mit den KZ-Gedenkstätten sehr eng zusammen. Die Arbeit, die die KZ-Gedenkstätten mit ihren Mitarbeitern leisten, ist unverzichtbar. Danke, dass Sie sich dafür engagieren!"

Im Rahmen des diesjährigen Gedenkens veröffentlichte die KZ-Gedenkstätte bereits am 23. April 2021, genau 76 Jahre nach Befreiung, die Webseite Weiterleben. Anhand von acht Kurzfilmen wird das Leben der Überlebenden nach der KZ-Haft beleuchtet. Die acht Biografien stehen dabei stellvertretend für alle Überlebenden des Konzentrationslagers Flossenbürg. Sie geben einen Einblick in das Bemühen der ehemaligen KZ-Häftlinge, sich ein neues Leben aufzubauen, in die Widrigkeiten, mit denen sie konfrontiert waren und ihren Kampf um Anerkennung. Es sind Geschichten von Trauma und Schuldgefühlen, von Verlust und Neuanfang, Verwundung und Genesung sowie Bezeugen und Schweigen. Sie alle zeigen, dass der Beginn eines neuen Lebens für keinen der Überlebenden leicht war.

Der Gedenkakt wurde in deutscher und englischer Sprache live aus der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg im Internet übertragen. Der Stream war wenige Tage später in polnischer, tschechischer, italienischer, hebräischer, ukrainischer, russischer und französischer Sprache abrufbar auf www.weiterleben.gedenkstaette-flossenbuerg.de, ebenso die Filmclips.