Gedenkakt für die Opfer des Nationalsozialismus

Gedenkakt für die Opfer des Nationalsozialismus

© Bildarchiv Bayerischer Landtag

Das jährliche Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus von Bayerischem Landtag und Stiftung Bayerische Gedenkstätten fand dieses Jahr im Plenarsaal des Landtags statt.

Der Einladung waren Überlebende aus mehreren Nationen gefolgt. Neben Landtagspräsidentin Ilse Aigner und Stiftungsdirektor Karl Freller sprachen drei Zeitzeugen: die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Hermann Höllenreiner und Abba Naor.

Stiftungsdirektor Karl Freller, erster Vizepräsident des Bayerischen Landtags, wies auf die Bedeutung der Erinnerung im digitalen Zeitalter hin: „Auch oder gerade wegen der neuen Medien, sozialen Plattformen und sich dadurch schnell verbreitenden Informationen, die das Nachdenken, das Verweilen, das Hinterfragen durch ihre Geschwindigkeit überrollen.“

Er betonte die Wichtigkeit des Gedenkaktes für künftige Generationen und richtete sich dabei unmittelbar an die im Landtag anwesende Schulklasse: „‚Nie wieder‘ heißt nichts anderes als: Bewahren wir künftige Generationen mit all unserer Kraft vor dem, was damals geschah! Eurer Zukunft, liebe Jugendliche, soll diese Stunde dienen. Nur so macht sie eigentlich Sinn!“

Musikalisch umrahmt wurde das Gedenken von Studierende der Hochschule für Musik und Theater München sowie Nico Franz und Junko Podwojewski. Das Bayerische Fernsehen hat den Gedenkakt live übertragen.

 

Stiftung Bayerische Gedenkstätten
Dr. Erika Tesar

 

Rede des Stiftungsdirektors

Berichterstattung des Bayerischen Landtags

 

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