Fotoausstellung ‚Life after survival‘ bei den Vereinten Nationen in New York

Fotoausstellung ‚Life after survival‘ bei den Vereinten Nationen in New York

Foto: © Bildarchiv Stiftung Bayerische Gedenkstätten

Im Rahmen des Internationalen Gedenktags an die Opfer des Holocaust am 27. Januar wurde die Ausstellung „Life After Survival“ am UN-Hauptsitz in New York gezeigt.

Initiiert wurde die Ausstellung mit viel Engagement von der Historikerin Anna Andlauer. Sie zeichnet anhand historischer Fotos und Texte das Schicksal der ‚Kinder von Indersdorf‘ nach: Im Sommer 1945 machte die noch junge UNO aus dem Kloster Indersdorf ein internationales Kinderzentrum für Waisen und „displaced persons“, die Eltern und Angehörige in den NS-Konzentrations- und Zwangsarbeiterlagern verloren hatten. Zeitweise wurden dort mehrere hundert Kinder betreut. Bis 1949 hatte die UNO bzw. ihre Unterorganisation UNRRA – der Vorläufer des heutigen UN-Flüchtlingswerkes – diese wichtige Aufgabe wahrgenommen und damit vielen schwer geschädigten NS-Opfern den Start in eine bessere Zukunft ermöglicht.

Die Stiftung Bayerische Gedenkstätten hat bereits im Jahr 2008 die ersten Überlebendentreffen in Indersdorf begleitet und hat die Bewerbung von Frau Andlauer für eine Ausstellung bei den Vereinten Nationen als Kooperationspartner unterstützt.  In seiner Rede bei der Ausstellungseröffnung betonte Stiftungsdirektor Karl Freller vor allem die Bedeutung von authentischen Erinnerungen: „Zeitzeugenberichte sind für die heutige Nachwelt unverzichtbar!“ Hauptredner war der Zeitzeuge Shmuel Reinstein (geb. 1931), der mehrere Konzentrationslager überlebt hat, unter anderem Flossenbürg. Nach Kriegsende kam er im Alter von 14 Jahren ins Kloster Indersdorf.  

Für die Stiftung Bayerische Gedenkstätten war dies eine gute Gelegenheit, sich in Gesprächen mit Teilnehmern aus aller Welt über nationale und internationale Formen der Erinnerungsarbeit auszutauschen und die bayerische Gedenkstättenarbeit auf internationaler Ebene zu präsentieren.  

 

 

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