Bernard Marks, Überlebender des KZ-Außenlagers Landsberg-Kaufering verstorben

Die Stiftung Bayerische Gedenkstätten trauert um einen Zeitzeugen, der bis zuletzt an Schulen über sein Schicksal berichtet hat und regelmäßig an Gedenkveranstaltungen in Bayern teilnahm.
Bernard Marks, Überlebender des KZ-Außenlagers Landsberg-Kaufering verstorben

Bernard Marks im April 2018 © Guido Hassel für KZ-Gedenkstätte Dachau

Bernard Marks wurde 1932 im polnischen Lodz geboren. Seit 1940 musste die Familie im Ghetto Lodz bzw. Litzmannstadt leben. Nach Auflösung des Ghettos im Jahr 1944 wurde die Familie im August 1944 nach Auschwitz deportiert. Seine Mutter und sein Bruder wurden dort ermordet, Bernard und sein Vater zum Arbeitseinsatz ins KZ-Außenlager Landsberg-Kaufering transportiert. Beide überlebten und wurden am 27. April 1945 befreit.

Nach seiner Auswanderung in die USA war Bernard Marks erstmals 1995 wieder in Deutschland und kam danach regelmäßig nach Landsberg, um an Schulen über seine Erlebnisse während des II. Weltkriegs zu sprechen. Auch nahm er an Gedenkveranstaltungen in der Welfenkaserne bei Landsberg sowie in der KZ-Gedenkstätte Dachau teil. In Letzterer begleitete er als Zeitzeuge immer wieder Schulklassen bei Besuchen des ehemaligen Konzentrationslagers. Der Holocaustüberlebende hat sich auch in seiner US-amerikanischen Heimatstadt Sacramento sehr stark für die Erinnerungsarbeit engagiert.

Bernard Marks wurde mit zwölf Jahren in die Kauferinger Lager transportiert. Nun ist er am 28.12.2018 im Alter von 86 Jahren in Kalifornien gestorben. Er ist Vater von zwei Töchtern und hat vier Enkelkinder. Marks wurde auf dem jüdischen Friedhof in Sacramento bestattet.

Die Stiftung Bayerische Gedenkstätten und die KZ-Gedenkstätte Dachau trauern um einen Zeitzeugen, der nun seine letzte Ruhe gefunden hat.

 

Stiftung Bayerische Gedenkstätten
Dr. Erika Tesar, Tel.: 089-2186-2171

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